Sicherungsmittel und Sicherungsarten - Berufskraftfahrer Fachwiki

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Sicherungsmittel und Sicherungsarten

Wie viele Zurrmittel müssen eingesetzt werden?

Niederzurren gegen Rutschen

Gurt.jpg
Mit dem Niederzurren verfolgt man den Zweck, ein Ladegut mit gespanntem Zurrgurt auf die Ladefläche zu pressen. Das Anpressen wird einzig und allein durch das Spannen des Gurtes mit Hilfe eines Spannelements (z. B. Ratsche) erreicht. Erst dadurch wird im Zurrgurt eine Vorspannkraft erzeugt.

Kurzhebelratschen erreichen bis zu ca. 300 daN Vorspannkraft und Langhebelratschen erreichen bis zu ca. 450 daN Vorspannkraft.

Die Angaben auf dem Kennzeichnungsetikett sind zu beachten.
STF =350 daN gibt die Vorspannkraft an, die mit dem Spannelement bei normaler Handkraft in das Zurrmittel eingebracht werden kann.

Wichtig: Höhere Vorspannkräfte als dort angegeben sind mit einem geeigneten Vorspannmessgerät nachzuweisen.

Beachte: Das Ladegut darf durch die Vorspannkräfte nicht beschädigt werden. Der Absender/Verlader stellt hierfür notwendige Angaben zur Verfügung.

Beim Niederzurren entsteht durch das Spannen mit der Ratsche in jeweils beiden Strängen des Zurrmittels eine Vorspannkraft. Die auf dem Etikett in Abb. 3 angegebene Vorspannkraft von 350 daN wirkt also auf der Seite der Ratsche. Durch das Überspannen eines Ladegutes mit einem Zurrgurt tritt an den Umlenkungspunkten ein Kräfteverlust der Vorspannkraft auf. Dadurch kommen auf der ratschenlosen Seite oft nur 50% der Vorspannkraft an.

Deshalb ist es wichtig, Kantenschutzwinkel unterzulegen, die das Zurrmittel (Zurrgurt)möglichst leicht über die Ecken und Kanten des Ladegutes nachrutschen lassen. Hierdurch ist es möglich, den Kräfteverlust an den Umlenkungen des Zurrgurtes zu verringern und außerdem werden Ladung und zurrmittel geschützt.

Wichtig: Benötigt man in beiden Strängen die volle Vorspannkraft, so muss man in jedem Zurrgurtstrang eine Ratsche einbringen und spannen!

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